Ablauf einer Psychotherapie im Einzelsetting
Einzelsitzungen finden in der Regel ein- bis zweimal wöchentlich statt und dauern jeweils 50 Minuten. In bestimmten Therapiephasen oder bei speziellen Interventionen kann es sinnvoll sein, einzelne Termine als Doppelsitzungen durchzuführen. Die genaue Sitzungsfrequenz wird gemeinsam im Verlauf der Behandlung abgestimmt und an den jeweiligen therapeutischen Bedarf angepasst. Therapeutische Fortschritte werden regelmäßig u.a. durch testpsychologische Untersuchungen evaluiert. Bei Bedarf besteht die Möglichkeit eine Kurzzeittherapie (max. 24 Sitzungen) ind eine Langzeittherapie (60-80 Sitzungen) umzuwandeln.
In jeder Behandlung prüfe ich, ob ein Einzeltherapie ausreichend ist oder durch mit Gruppentherapie ergänzt werden sollte. Klicken sei gerne auf den FAQ-Bereich, um zu erfahren, wann eine Kombinationsbehandlung sinnvoll ist.
Klärungsphase
Verstehen
In der ersten Therapiephase erfolgt eine vertiefte Exploration der Symptomatik, der Lebensgeschichte sowie prägender Erfahrungen. Ziel ist hier vor allem das Verstehen von dysfunktionalen Gedanken-udn Verhaltensmuster. Gemeinsam entwickeln wir ein individuelles Störungsmodell, einen Behandlungsplan sowie verständliche Erklärungen zu den Zusammenhängen zwischen Beschwerden, möglichen Ursachen und Behandlungsmöglichkeiten.
Dabei werden geeignete Methoden ausgewählt, Transparenz über das therapeutische Vorgehen geschaffen und die Motivation für den weiteren Veränderungsprozess gestärkt.
Das weitere Vorgehen richtet sich nach den aktuellen Leitlinienempfehlungen für die jeweilige psychische Störung und erfolgt in der Regel manualisiert. Individuelle Problembereiche werden dabei berücksichtigt und das therapeutische Vorgehen an Sie angepasst.
Veränderungsphase
Selbstbeobachtung und Bewältigung
Dies ist die zentrale Arbeitsphase, in der gezielt die Identifikation und Bearbeitung aufrechterhaltender Denk-, Gefühls- und Verhaltensmuster erfolgt. Je nach Problembereich kommen unterschiedliche therapeutische Methoden zum Einsatz. Auf Grundlage wissenschaftlicher Evidenz arbeite ich dabei in der Regel manualisiert, passe den Behandlungsplan jedoch individuell an und stimme ihn auf die jeweiligen Bedürfnisse meiner Patient*innen ab. Ziel dieser Phase ist es, neue hilfreiche Strategien zu entwickeln, diese im Alltag zu erproben und schrittweise zu festigen.
Im Verlauf dieser Phase kann es vorübergehend zu einer Zunahme emotionaler Belastung kommen, beispielsweise durch die intensivere Auseinandersetzung mit schwierigen Erfahrungen, Gefühlen oder Verhaltensmustern. Solche Reaktionen sind mögliche Begleiterscheinungen therapeutischer Veränderungs-prozesse und werden im Rahmen der Behandlung gemeinsam besprochen und eingeordnet.
Abschlussphase
Transfer und Anwendung
In der Abschlussphase stehen die Integration und Stabilisierung der erarbeiteten Veränderungen im Vordergrund. Ziel ist es, hilfreiche Strategien weiter zu festigen, die eigenständige Anwendung im Alltag zu sichern und die Selbstwirksamkeit zu stärken. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Entwicklung individueller Rückfallprophylaxestrategien sowie dem frühzeitigen Erkennen möglicher Warnsignale.
In dieser Phase wird die Sitzungsfrequenz in der Regel schrittweise reduziert. Die letzten Termine erfolgen häufig in größeren Abständen im Sinne von sogenannten Boostersitzungen, um die nachhaltige Umsetzung der erarbeiteten Inhalte im Alltag zu unterstützen.
Abschließend erfolgt eine gemeinsame Rückblick auf den Therapieverlauf und der erreichten Ziele sowie eine bewusste und perönliche Gestaltung des Therapieabschlusses.
Therapiemethoden
"3. Welle"-Verfahren
Dazu gehören akzeptanz-, udn achtsamkeitsbasierte Ansätze, aber auch emotionsfokussierte Ansätze wie die Schematherapie und imaginative Verfahren.
Verhaltenstherapie
Dazu gehören störungsspezifiche Therapieprogramme, Entspannungsverfahren, praktische Verhaltenstrainings und Expositionstherapie.

DBT
Dazu gehört Skillstraining. Zentrale Inhalte sind Achtsamkeit, Umgang mit Gefühlen, Stresstoleranz und zwischenmenschliche Fertigkeiten.
Traumatherapie
Dazu gehären spezifische Interventionen zum Umgang mit traumatischen Erfahrungen. Hierzu zählt .a. CPT, ImRs, EMDR und DBT-PTBS.
